Das geheimnisvolle Japan offenbart in Bild und Klang

Ein Handbuch – von Miyuki Hasekura

Die OTOHIME-Karten versuchen zum ersten Mal in der Geschichte, das in den fünfzig grundlegenden Silbenlauten des Japanischen verborgene Geheimnis in Bild und Ton sichtbar und hörbar zu machen. Sie unterstützen damit durch Kunst und Sprache eine harmonische Entwicklung der Worte und geben deren Verständnis eine zukunftsorientierte Richtung. Sie sind ein wahres Wunderwerkzeug.

Beispiele für die Otohime-Karten (Reihe A – O)

Erklärungen zu den Beschreibungen finden Sie unterhalb dieses Bereichs

あ   –   (A       ア     安)

 

  1. Kernbedeutung (Energie): Leben, sich fühlen
  2. Sinnverwandte Schlüsselwörter (Resonanz): Liebe, Himmel, öffnen
  3. Schlagwort (Symbol): Liebe
  4. Ausdruck für Kinder: „Danke!“, „Ich mag dich!“
  5. Symboltext: Vom Himmel erklingt ein heller Ton, edel klingt er, Liebe verströmt er.
  1. Lauterklärung:

Der a-Laut, der aus dem geöffneten Mund strömt, wird als der „Klang des Anfangs“ bezeichnet. Dieser Klang symbolisiert Helligkeit und Offenheit. Man nennt ihn auch „Basis-Ton“, „Ahnen-Ton“ oder „Vater-Ton“. Außerdem steht er in enger Beziehung mit einer der vier physikalischen Naturkräfte, nämlich der „Schwerkraft“. Aus der Wellenbewegung des a-Lautes strömt die Liebe.

  1. Anwendungsbeispiele: öffnen (jap. akeru 開ける), frei bzw. leer sein (jap. aku空く), neu (jap. arata新た), Liebe (jap. ai愛), hell (jap. akarui明るい)

い   –   (I     イ     以)

 

  1. Kernbedeutung (Energie): Erbgut, Yin
  2. Sinnverwandte Schlüsselwörter (Resonanz): Licht, Wind, Leben, Aktivität
  3. Schlagwort (Symbol): Licht
  4. Ausdruck für Kinder: lebendig sein
  5. Symboltext: Das Leben ist lebendig und strahlt, das glitzernde Licht flirrt im Wind.
  1. Lauterklärung:

Der Laut „i“ wird mit waagerecht gezogenen Lippen ausgesprochen und drückt einen starken Willen aus. Der i-Laut steht mit der Lebenskraft in einer sehr starken Beziehung. Es ist ein sehr lebendiger Klang. Außerdem steht er in enger Beziehung mit einer der vier physikalischen Naturkräfte, nämlich dem „Elektromagnetismus“. Aus der Wellenbewegung des „i-Lautes“ strömt das Licht.

  1. Anwendungsbeispiele: Leben (jap. inochi命), Atem (jap. iki息), leben (jap. ikiru生きる), lebendig (jap. ikiiki生き生き)

う   –   (U     ウ     宇)

 

  1. Kernbedeutung (Energie): geboren werden
  2. Sinnverwandte Schlüsselwörter (Resonanz): Integration, Ursprung, Feuer, inneres Erfülltsein
  3. Schlagwort (Symbol): Einssein, geboren werden
  4. Ausdruck für Kinder: froh sein, geboren werden
  5. Symboltext: Zur Wurzel zurückkehrend, strömen von innen Fröhlichkeit und Gesang heraus.
  6. Lauterklärung:

Zwischen gespitzten Lippen kommt der u-Laut aus dem tiefen Körperinneren hervor. Er erinnert an den Kraftakt, mit dem beispielsweise eine gebärende Mutter ihr Kind herausstößt. Mit „uuuuu…“ sammeln wir die Kraft in uns, bevor wir sie nach außen lassen. Wie hat sich dies im Urzustand des Universums angehört? Im Urzustand des Universums, vor dem Big Bang (Urknall), herrschte eine imaginäre Raumzeit, eine konsonantische Welt des s-Lauts. Durch den Urknall wurde diese konsonantische Welt zur „u-Welt“, zu einer vokalischen Welt. Der u-Laut trägt daher alle vier physikalischen Naturkräfte, in sich, und gleichzeitig offenbart er den Ursprungslaut, der deutlich eine Wellenbewegung aufweist.

  1. Anwendungsbeispiele: geboren werden (jap. umareru生まれる), gebären (jap. umu産む), das Meer (jap. umi海)

え   –   (E     エ     衣)

 

  1. Kernbedeutung (Energie): sich bewegen, fotografiert werden, sich spiegeln
  2. Sinnverwandte Schlüsselwörter (Resonanz): Evolution, sich verzweigen, wachsen, Wasser
  3. Schlagwort (Symbol): Evolution
  4. Ausdruck für Kinder: lachendes Gesicht
  5. Symboltext: Es verzweigt sich und wächst kräftig empor! Wie herrlich und wie frisch es ist!
  1. Lauterklärung:

Aus phonetischer Sicht ist der Laut „e“, was seine innewohnenden Intervalle betrifft, von allen anderen Vokalen verschieden. Der e-Laut verkörpert Neutralität. Man sagt unbewusst „eeee…“ bzw. „äääh…“, bevor man das nächste Wort in den Mund nimmt. Man will die Worte vor dem Aussprechen zu einer neutralen Position bringen. Der Laut „e“ verkörpert die Kraft, die den Klang des Wortes zur Mitte zurückbringt, von wo man die Laute sich verzweigen, entwickeln und ausbreiten lassen will. Dieser Klang gilt als die „schwache Kernkraft“ unter den physikalischen Naturkräften, und hat mit der sog. „Beta (ß)-Zerstörung“ zu tun. Die im „e“ vorhandenen Wellen des Energiefeldes unterstützen die Kraft, die zur Evolution führt.

  1. Anwendungsbeispiele: Bucht (jap. e), Stiel (jap. e), Zweig (jap. eda).

お   –   (O     オ     於)

 

  1. Kernbedeutung (Energie): tief(-sinnig)
  2. Sinnverwandte Schlüsselwörter (Resonanz): Großartigkeit, Wichtigkeit, Band, Stabilität, Begeisterung
  3. Schlagwort (Symbol): Band
  4. Ausdruck für Kinder: wichtig
  5. Symboltext: Festes Fundament, solide und sicher, so wie unsere Beziehung es ist! Ich danke dir dafür!
  1. Lauterklärung:

Der Klang „o“ kommt aus dem tiefen Hals heraus, und der Mund ist geformt, als ob darin ein runder Gegenstand läge. Der o-Klang ist der Ton, mit dem man die Herrlichkeit, Großartigkeit und Wichtigkeit der Dinge ausdrücken will. Durch das Ausströmenlassen des „ooo…“ drückt der Mensch seine Bewunderung aus. Innerhalb der vier physikalischen Naturkräfte gilt dieser Laut als „starke Kernkraft“, und diese Kraft verbindet die Elementarteilchen innerhalb eines Atoms miteinander. Die qualitative Welle des Energiefeldes dieses Klanges stärkt die „Bindungskräfte“.

  1. Anwendungsbeispiele: Tiefe (jap. oku奥), groß (jap. ōkii大きい), schwer (jap. omoi重い), Vorderseite (jap. omote表)

Erklärungen zu den 50 Lauten der japanischen Silbenschrift in den OTOHIME-Karten

 

 

あ -> Hiragana

A -> Lateinische Umschrift

ア -> Katakana-Umschrift

安 -> Hiragana in Kanji-Umschrift

1. Kernbedeutung (Energie)

Die Energie des Lautes wird in Sprache übersetzt.

2. Sinnverwandte Schlüsselwörter (Resonanz)

Hier handelt es sich um das Resonanzumfeld bzw. die „Sympathieschwingungen“ des Wortes. * Es kann auch die Kernbedeutung herangezogen werden.

3. Schlagwort (Symbol)

Die typischen Energiewellen, die ein Laut besitzt, kommen in einem einzigen Laut symbolhaft zum Ausdruck.

4. Ausdruck für Kinder

Aus den oben genannten drei Übersetzungsschichten werden für Kinder verständliche Ausdrücke zur bildlichen Vorstellung gebildet.

5. Symboltext

Das Gedankenbild des Lautes wird symbolisch in einem Text verarbeitet. Lesen Sie es laut und erfassen Sie dieses Ton-Bild! Darin verbirgt sich viel von der „Wortseele“ (kotodama), die eine starke Kraft in Ihnen weckt.

6. Lauterklärung

Jeder einzelne Laut wird theoretisch erläutert.

7. Anwendungsbeispiele

Der Laut kommt in verschiedenen zusammengesetzten Ausdrücken vor.

Worauf sollte man bei der Übersetzung achten?

Um eine schöne japanische Übersetzung zu erhalten, mischen Sie auf der Grundlage der Kernbedeutung frei die Bedeutungen der sinnverwandten Schlüsselwörter, des Schlagwortes oder des Ausdrucks für Kinder.

Es ist wichtig, sich nicht von kleinen Details verwirren zu lassen, sondern stets das Gesamtbild eines Lautes zu erfassen, und dann die gewonnene Kenntnis zu versprachlichen. Schauen Sie in diesem Fall die Bilder an und versuchen Sie zu erspüren, was innerlich, in dem Raum zwischen einem Laut und dem anderen, webt. Versuchen Sie dann bewusst, die allzu enggesteckten Grenzen einer Wortbedeutung zu verlassen. So wird es Ihnen gelingen, das richtige Wort zu extrahieren.

Das Bild ist eine Ergänzung zum Wort, und die Ergänzung des Bildes ist das Wort. Wenn die Bilder und Worte durch Ihr Herz gegangen und eins geworden sind, beginnt eine neue Schöpfung.

Profil

Miyuki Hasekura, Autorin und Künstlerin

 

Frau Hasekura ist Autorin zahlreicher Bücher und zugleich Künstlerin. Mit ihren farbenfrohen und lebendigen Bildern, denen auch von ärztlicher Seite eine therapeutisch positive Wirkung bescheinigt wird, wird sie „Wunderkünstlerin“ genannt. Ihre Werke umfassen ein breites Genre: von der Weltraumwissenschaft und Pädagogik, bis hin zur Wirtschaft und Gesundheit. Auch spielte sie in einem Film als Schauspielerin mit. In allen Werken bringt Frau Hasekura Freude am Leben zum Ausdruck.

Im Jahr 2004 wurde ihre Kunst auf dem „Sausalito Art Festival“ in den USA mit einem Preis ausgezeichnet und ihre Objekte als Bilder, „die unsere Seele bewegen“, bewertet, so dass ihre Werke über die Grenzen ihres Landes hinaus Aufmerksamkeit hervorrufen.

Zurzeit beschäftigt sie sich mit dem Schreiben, mit Ausstellungen und Workshops, in denen sie sich mit dem Heilen durch ihre Bilder auseinandersetzt. Auch hält sie zahlreiche Vorträge und Seminare. Außerdem entwickelt sie ein neues Erziehungsprojekt mit dem Namen „Okoru koto wa zenbu maru!“ (sinngemäß: „Alles, was geschieht, hat seinen Sinn!“).

Hauptwerke sind u.a. „Kokoro ni ohisama arigatō“ (sinngemäß: „Danke der Sonne in unserem Herzen“, Verlag: Keizaikai) „Change money“ (Verlag: Kirei-Net) und „Shōshoku, fushoku to kaishoku no jidai“ (sinngemäß: „Das Zeitalter der Wenigesser, Nichtesser und Fröhlichesser“, Verlag: Wani-bukkusu-PULS). Schließlich ist sie Repräsentantin der Gesellschaft für die japanische Hofmusik Gagaku mit dem Namen „Art Sinfonie“.

HP http://www.hasekura-miyuki.com